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Tansania legt Grundstein für neue Eisenbahnstrecke

Nairobi (GTAI) - Der tansanische Staatspräsident John Magufuli hat den Grundstein für den zweiten Streckenabschnitt der neuen Normalspureisenbahn mit einer Länge von 426 Kilometern gelegt. Zusammen mit einem neuen Trockenhafen verspricht sich Magufuli von der Investition eine wirtschaftliche Belebung. Ruanda will derweil so schnell wie möglich an die neue Strecke angeschlossen werden und drückt aufs Tempo.

Die türkische Yap? Merkezi wird den zweiten Abschnitt der neuen tansanischen "Mittelgeschwindigkeits"-Normalspur-Eisenbahn alleine bauen, in Höhe von 1,9 Milliarden US-Dollar (US$). Der Auftrag für den ersten Abschnitt war im Februar 2017 für 1,2 Milliarden US$ an ein Konsortium der portugiesischen Mota-Engil Engenharia e Construção África und Yap? Merkezi gegangen. Die Höchstgeschwindigkeit der elektrifizierten Bahn wird mit 160 Kilometer pro Stunde (km/h) für Passagier- und 120 km/h für Frachtwaggons angegeben.

Aufwertung für das verschlafene Dodoma

Der erste Streckenabschnitt verläuft auf einer Strecke von 207 Kilometern von der Hafenstadt Dar es Salaam nach Westen zur Stadt Morogoro und soll 2019 fertiggestellt sein. Der zweite Streckenabschnitt führt dann über 426 Kilometer weiter bis nach Makutupora, 20 Kilometer nördlich der Hauptstadt Dodoma. Die neue Bahn ersetzt eine Schmalspurstrecke, die noch zu Zeiten der deutschen Kolonie Deutsch-Ostafrika gebaut worden war. Auftraggeber für die neue Bahn ist die staatliche Reli Assets Holding Company (RAHCO). Nach Einschätzung von Masanja Kadogosa, geschäftsführender RAHCO-Direktor, soll der zweite Abschnitt schon im September 2020 eingeweiht werden können. Es soll acht Passagierbahnhöfe und sechs Frachtstationen geben. Von Dodoma soll die Eisenbahn weiter bis nach Mwanza am Viktoriasee fortgeführt werden. Die Gesamtkosten sind mit 7 Milliarden US$ veranschlagt.

Ruanda und Tansania beraten derweil wie die ruandische Hauptstadt Kigali am besten an die Strecke angeschlossen werden kann. Ruanda drängt zudem darauf, dass die Bahn eine höhere Geschwindigkeit haben soll. Die Durchführbarkeitsstudien für den Kigali-Anschluss waren auf der Basis von langsamen Diesel-Lokomotiven erstellt worden und sollten nun entsprechend angepasst werden, fordert der ruandische Transportminister Jean de Dieu Uwihanganye. Die neue kenianische Eisenbahn zwischen Mombasa und Nairobi ist nicht elektrifiziert und schafft 110 km/h im Passagier- und 80 km/h im Frachtverkehr. Die äthiopische Bahn zwischen Dschibuti und Addis Abeba ist elektrifiziert und schafft 120 km/h im Passagier- und 100 km/h im Frachtverkehr. Geplant ist bislang eine Abzweigung der Dodoma-Mwanza-Bahn bei Isaka, 218 Straßenkilometer südlich von Mwanza.

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Edith Mosebach