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Tansania setzt auf die Energieträger Erdgas und Kohle

Nairobi (GTAI) - Tansania hat seinen Energiesektor lange vernachlässigt und kann bislang keine stabile Stromversorgung gewährleisten. Dank begonnener Projekte und dem Erdgas- und Kohlereichtum sollen solche Defizite aber bald der Vergangenheit angehören. Mit einem ambitionierten Energieausbau soll das Land sehr schnell industrialisiert werden. Viele Fragen aber bleiben. In welchem Maße deutsche Technik zum Einsatz kommen kann, bleibt abzuwarten und dürfte entscheidend von Finanzierungsfragen abhängen.

Die tansanischen Stromerzeugungskapazitäten summierten sich Ende 2016 auf etwa 1.515 Megawatt. Davon entfielen jeweils etwa 40 Prozent auf Wasserkraft und Erdgas sowie 11 Prozent auf Dieselgeneratoren. Die Stromerzeugung aus Solar und Biomasse spielt noch keine nennenswerte Rolle. Importe aus Uganda, Sambia und Kenia sind minimal.

Die Spitzennachfrage im tansanischen Stromnetz dürfte 2016 eine Größenordnung von 1.350 bis 1.370 Megawatt erreicht haben, die durchschnittliche Stromnachfrage etwa 1.000 Megawatt. Geplante und ungeplante Stromabschaltungen gehören seit Jahren zum tansanischen Alltag und behindern die Wirtschaft des Landes. Nach Zahlen des Energieministeriums hatten 2015 circa 30 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Strom.

Die staatliche tansanische Stromversorgungsgesellschaft Tanzania Electric Supply Company (Tanesco) ist hoch verschuldet und leidet unter den Folgen eines jahrzehntelangen Missmanagements. Dieses wiederum ist die Folge politischer Einmischung in Form von staatlich vorgegebenen, nicht kostendeckenden Strompreisen. Hinzu kommen hohe Stromübertragungsverluste und Stromdiebstähle. Preiserhöhungen sind derweil politisch nicht erwünscht, weil Staatspräsident John Magufuli die Industrialisierung des Landes mit billigem Strom voranbringen will.

Pläne mehr Wunschdenken als Blaupausen

An Plänen für die Zukunft fehlt es unterdessen nicht. Blaupausen sind das allerdings nicht. Aber auch wenn die projektierten Zahlen eher spekulativ denn belastbar sind, ist interessant, welcher politischer Stellenwert einzelnen Energieformen gegeben wird.

Das aktuellste Strategiepapier heißt "Power Systems Master Plan 2016 update" und wurde am 6.2.17 der Öffentlichkeit vorgestellt. Dort zeigt sich die beabsichtigte Gewichtung des künftigen Energiemix. In dieser letzten Fassung wird deutlich mehr Wert auf Erdgas und Kohle gelegt und deutlich weniger auf Wasser und Erdöl/Diesel. Wind und Solarenergie erhalten einen geringfügig höheren Stellenwert, Geothermie wurde neu aufgenommen, Biomasse fiel unter den Tisch.

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Edith Mosebach