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Tansanias Markt für Agrartechnik schwächelt

Nairobi (GTAI) - So manches Land in Afrika würde sich glücklich schätzen, auch nur über einen kleinen Teil der Ackerreserven zu verfügen, wie sie Tansania hat. Das ostafrikanische Land muss dennoch jährlich für eine halbe Milliarde US-Dollar Nahrungsmittel importieren, namentlich Getreide und Zucker. Der tansanischen Politik gelingt es seit Jahrzehnten nicht, ausreichende Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Kurswechsel zu schaffen.

Tansania hat grundsätzlich sehr gute Voraussetzungen für ein von der Landwirtschaft getragenes wirtschaftliches Wachstum. Es gibt fruchtbares Land im Überfluss und ergiebige Wasserressourcen. Das Klima ist für eine Vielzahl von Feldfrüchten sehr günstig. Das Land könnte seine Bevölkerung gut ernähren und wertvolle Devisen im Export verdienen. Die Realität sieht anders aus: Die Landwirtschaft hält lediglich mit dem Bevölkerungswachstum Schritt. Etwa 70 Prozent der arbeitenden Bevölkerung sind dort beschäftigt. Die Regel sind Klein- und Kleinstfarmen mit Landflächen von 0,9 bis 3,0 Hektar. Unverändert bleibt Tansania von zeitigen und ausreichenden Regenfällen abhängig, lediglich 3 Prozent der Anbaufläche werden bislang künstlich bewässert.

Infrastrukturen wie Straßen und Stromversorgung bleiben inadäquat und führen zu hohen Verlusten nach der Ernte. Der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden ist marginal, und wenn es sie doch mal gibt, dann sind sie häufig gefälscht, sub-Standard oder gar völlig wirkungslos.

Geringe Unternehmerfreundlichkeit

Es gibt aber auch erste kommerzielle Betriebe, bei denen es voran geht. Nach den Vorstellungen der Regierung und Entwicklungsorganisationen gehört die Zukunft solchen Projekten. An Plänen mangelt es nicht, an der Umsetzung schon. Die Politik unter Präsident Magufuli präsentiert sich zudem als erratisch: Steuern werden von heute auf morgen erhöht, Vorschriften nach Belieben verändert und der private Sektor bei Veränderungen so gut wie gar nicht konsultiert. Im Klartext: Geschäfte machen oder gar investieren ist schwierig. Im letzten Doing Business Index der Weltbank, in dem die Bankökonomen die Unternehmensfreundlichkeit eines Landes untersuchen, rangiert Tansania unter 190 bewerteten Ländern nur auf Rang 132, weit hinter seinem Nachbarn Kenia, der sich mittlerweile auf Rang 92 vorgearbeitet hat.

Trotz erfolgreicher Exportprodukte wie Kaffee, Tee, Gemüse und Früchten kann Tansania nicht stolz auf seine Bilanz sein. Großes Produktionspotenzial bleibt ungenutzt. Dass hohe Summen für Nahrungsmittelimporte, darunter vor allem für Grundnahrungsmittel, ausgeben werden, ist ein Armutszeugnis für das Land. Wer einen tansanischen Supermarkt besucht, muss schon suchen, bis er verarbeitete und ordentlich verpackte einheimische Nahrungsmittel findet. Viel mehr als Toastbrot, Kekse, Bier und ein paar Softdrinks sind es nicht. Die Zahl der nennenswerten einheimischen Produzenten lässt sich leicht an zwei Händen abzählen.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach