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Wahlen in Angola: Kursänderung bleibt aus – Impulse für die Wirtschaft dringend notwendig

Luanda, 25. August 2017 - Nach der Parlamentswahl in Angola am vergangenen Mittwoch erwartet die Delegation der deutschen Wirtschaft in Luanda keine grundsätzliche Kursänderung in der Wirtschaftspolitik. Dabei würde das Engagement der deutschen Wirtschaft im Land von neuen Anreizen für Investitionen und Handel profitieren – wie auch von Maßnahmen zur Diversifizierung der vom Rohöl-Export abhängigen Wirtschaft.

Das wirtschaftliche Potential Angolas ist groß. Neben umfangreichen Öl- und Bodenschätzen verfügt das Land über reichlich Wasserressourcen, hochwertige Acker- und Weideböden und bietet ein hohes Potential in der Fischerei und Forstwirtschaft. Wenn die neue Regierung innovative Impulse für die Wirtschaft setzten würde, wäre ein jährliches Wachstum der Wirtschaft von 3% mittelfristig möglich.

Die vor Ort aktiven deutschen Unternehmen betonen: Um das wirtschaftliche Potential Angolas besser nutzen zu können, sollte die Verwaltung gestrafft und bürokratische Hürden gesenkt werden. Weitere Punkte sind der Zugang der Unternehmen zu Devisen und ein verlässlicher Rechtsrahmen. Die im Wahlkampf durch den zukünftigen Präsidenten angekündigte Bekämpfung der Korruption sollte dringend umgesetzt werden. Sofern die Staatseinnahmen durch die Erhöhung des Ölpreises wieder zunehmen, sollte neben der Förderung von Kernbereichen wie Energie, Infrastruktur und Wasser, der Aufbau bzw. Entwicklung von kleinen- und mittleren Unternehmen im Vordergrund stehen.

Die deutsche Wirtschaft engagiert sich seit mehreren Jahrzehnten in Angola und könnte dieses Engagement bei der Implementierung der Reformmaßnahmen noch ausbauen. Das würde auch die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen deutscher und angolanischer Unternehmen stärken.

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Edith Mosebach