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Wirtschaftsausblick - Côte d'Ivoire (Juni 2018)

Abidjan (GTAI) - Das frankofone Afrika und hier insbesondere Côte d'Ivoire rückt zunehmend in den Fokus der deutschen Wirtschaft. Lange wurde das Land vernachlässigt, hohe Wachstumsraten der Wirtschaft steigern jedoch das Interesse. Auch für die kommenden Jahre bleiben die Aussichten positiv. Investoren blicken mit Spannung auf die Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020.

Wirtschaftsentwicklung: Steigender Kakaopreis belebt die Wirtschaft

Auch weiterhin bleiben die wirtschaftlichen Aussichten für Côte d'Ivoire gut. Die Wachstumsprognosen für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sehen für die nähere Zukunft positiv aus. Economist Intelligence Unit (EIU) schätzt den Anstieg im Jahr 2018 auf hohe 7,1 Prozent und im Folgejahr 2019 auf immerhin noch 6,5 Prozent. Damit wäre Côte d'Ivoire immer noch eines der wachstumsstärksten afrikanischen Länder. Getragen wird das hohe Wirtschaftswachstum von Investitionen, vor allem in die Infrastruktur. Hierbei spielen neben privaten Unternehmen die internationalen Geberorganisationen als Financiers eine maßgebliche Rolle. Sie wollen ihren Beitrag dazu leisten, dass das Land wirtschaftlich voran kommt und damit die Chance hat, politisch stabil zu bleiben.

Trotz aller Fortschritte leidet das Land nach wie vor unter latenter politischer Instabilität. Entscheidend für die wirtschaftliche Performance bleibt daher die Frage, ob der im Jahr 2020 anbahnende politische Machtwechsel geordnet von Statten geht oder ob erneut politisches Chaos ausbricht. Von etwa 1999 bis 2012 war das westafrikanische Land von starken politischen Unruhen geprägt, die auch die Wirtschaft in vielen Bereichen zum Erliegen brachten. Im Jahr 2020 stehen Präsidentschaftswahlen an. Die Kandidatenfrage ist innerhalb des regierenden RHDC-Bündnisses umstritten, auch der aktuelle Präsident Alassane Ouattara hat eine weitere Kandidatur nicht eindeutig ausgeschlossen. Trotz verschiedener Krisenzeichen (illegale Waffenlager, meuternde Militärs) gehen Beobachter derzeit davon aus, dass die Erinnerung an die Krise noch wach ist und die Lage stabil bleibt.

Die Landwirtschaft als eine der Säulen der ivorischen Wirtschaft blickt aufgrund einer hohen Nachfrage nach Nahrungsmitteln optimistisch in die Zukunft. Positiv dürfte sich der im 1. Halbjahr 2018 gestiegene Kakaopreis auswirken. Er erholte sich von einem Wert von unter 2.000 US-Dollar (US$) am Jahresende 2017 auf etwa 2.700 US$ je Tonne im Mai 2018. Côte d'Ivoire ist der weltgrößte Kakaolieferant und die Exporte sind sowohl für den Staatshaushalt als auch für die Bauern von großer Bedeutung. Bei Kautschuk, Cashewnüssen, Baumwolle und Palmöl ist das Land international ebenfalls ein signifikanter Produzent. Über hohes Wachstumspotenzial verfügt mittelfristig auch die in Abidjan angesiedelte Konsumgüterindustrie. Diese versorgt neben Côte d'Ivoire auch Mali, Guinea, Burkina Faso, Niger, Togo und Benin, ein Gesamtmarkt von über 110 Millionen Menschen mit hohem Bevölkerungswachstum.

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Edith Mosebach