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Wirtschaftsausblick Dezember 2017 - Lesotho

Johannesburg (GTAI) - In Lesotho lässt sich die Wirtschaftsentwicklung derzeit nur schwer prognostizieren. Die Privatwirtschaft stützt sich vor allem auf die Textilindustrie. Zurzeit ist aber unklar, wie lange Lesotho noch in den Genuss eines präferierten Marktzugangs in die USA kommt. Sowohl ein Aufschwung als auch ein weitgehender Zusammenbruch des Sektors sind möglich. Fortschritte macht ein großes Staudammprojekt, das positive Folgewirkungen für viele Wirtschaftszweige haben wird.

Wirtschaftsentwicklung: Ungewisse Zukunft des Textilsektors sorgt für Risiken

Die Prognosen über die Wirtschaftsentwicklung in Lesotho liegen weit auseinander. Einen optimistischen Blick auf das Land wirft der Internationale Währungsfonds (IWF). Demnach soll das Wachstum von 2018 bis 2022 stetig an Dynamik gewinnen und eine durchschnittliche Steigerungsrate von 4,5 Prozent pro Jahr erreichen. Deutlich verhaltener zeigt sich Economist Intelligence Unit (EIU), deren Experten für den Prognosezeitraum 2018 bis 2019 nur ein jährliches Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um etwa 2 Prozent erwarten.

Der Hauptgrund für die unterschiedlichen Einschätzungen dürfte in der unsicheren Zukunft des Textilsektors liegen. Dieser trägt rund ein Fünftel zur BIP-Entstehung bei und war zuletzt für mehr als 40 Prozent der Exporterlöse verantwortlich. Die insgesamt 66 Textilverarbeitungsbetriebe des Landes beschäftigen rund 46.500 Mitarbeiter und sind damit die wichtigsten privatwirtschaftlichen Arbeitgeber. Bedeutender Absatzmarkt für die Bekleidungshersteller sind die USA. Über die US-amerikanische Gesetzgebung des African Growth and Opportunity Act (AGOA) profitiert Lesotho von Zollerleichterungen für Textilerzeugnisse. Die gewährten Vergünstigungen sind jedoch von der Einhaltung bestimmter Mindeststandards in Bezug auf Rechtsstaatlichkeit und Demokratie abhängig.

EIU befürchtet, dass Lesotho bereits 2018 den präferierten Marktzugang in die USA verliert und zahlreiche Textilhersteller infolgedessen schließen müssen. Entwicklungspartner wie die EU und USA fordern seit langem politische Reformen, insbesondere eine stärkere parlamentarische Kontrolle des Militärs. Dieses agiert häufig als Staat im Staate, ranghohe Militärführer sind mit Korruptionsvorwürfen belastet. In der Vergangenheit gab es zahlreiche Staatsstreiche, zuletzt mussten 2014 Regierungspolitiker wegen Putschgerüchten ins Ausland fliehen.

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Delegierter: Dr. Marc Lucassen

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Edith Mosebach