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Wirtschaftsausblick Dezember 2017 - Swasiland

Johannesburg (GTAI) - Ob sich Swasiland aus der wirtschaftlichen Schwächephase befreien kann, ist ungewiss. Die Wachstumsprognosen fallen sehr unterschiedlich aus. Für die wichtige Zuckerbranche drohen Absatzmärkte verloren zu gehen. Eine Erholung der Textilindustrie hängt davon ab, ob der präferierte Marktzugang in die USA durch politische Reformen zurückgewonnen werden kann. Im Energiesektor sind viele Projekte für regenerative Erzeugung in der Pipeline. Auch ein großes Eisenbahnprojekt soll starten.

Wirtschaftsentwicklung: Zuckerindustrie brechen Absatzmärkte weg

Die Wirtschaft Swasilands dürfte auf mittlere Sicht nur zögerlich wachsen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet 2018 bis 2021 lediglich eine durchschnittliche Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1 Prozent pro Jahr. Für die nahe Zukunft - also die Jahre 2018 und 2019 - zeigt sich der IWF mit Prognosen von -0,9 und 0,1 Prozent pessimistisch. Economist Intelligence Unit (EIU) bewertet die Aussichten mit erwarteten Zuwachsraten von 0,5 und 1,9 Prozent hingegen positiver.

Unsicherheiten bestehen vor allem für die Zuckerindustrie. Diese steuert rund 11 Prozent zur BIP-Entstehung bei. Mit einem Anteil von mehr als einem Fünftel ist Zucker eines der wichtigsten Exportgüter Swasilands. Der Hauptabnehmer Südafrika plant die Einführung einer Zuckersteuer, welche sich sehr negativ auf den Verbrauch und damit auch auf das Absatzpotenzial für swasiländischen Zucker auswirken dürfte.

Zweitwichtigster Abnehmer ist mit etwa 28 Prozent die EU. Aufgrund einer Reform des europäischen Zuckermarktes, durch die Produktionsquoten für die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten aufgehoben werden, rechnen Branchenexperten mit einem starken Anstieg der Zuckerherstellung in Europa. Die Importnachfrage dürfte dadurch sinken, Swasiland droht wichtige Marktanteile zu verlieren.

Zudem leidet die Zuckerindustrie unter den Spätfolgen einer verheerenden Dürre, die Produktion 2016/17 fiel um rund 16 Prozent auf 586.086 Millionen Tonnen. Viele Betriebe sind dadurch stark verschuldet. Der Bau einer geplanten vierten Zuckerraffinerie durch Nsoko Msele und Newco Sugar Milling Company mit einer Anbaufläche von 20.000 Hektar liegt derzeit auf Eis. Der Sektor dürfte deshalb kaum Wachstumsakzente setzen können.

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Edith Mosebach