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Wirtschaftsausblick Februar 2018 - Dschibuti

Nairobi (GTAI) - Dschibuti positioniert sich erfolgreich als Umschlagzentrum für Schiffe auf der Suezkanal-Route und als Transitdienstleister für fast den gesamten äthiopischen Außenhandel. Die VR China will Dschibuti zu ihrem Handelszentrum für Ostafrika ausbauen. Äthiopien sucht allerdings nach Alternativen, um seine Abhängigkeit von Dschibuti zu vermindern, was die kleine Republik mittel- bis langfristig treffen könnte.

Wirtschaftsentwicklung: Geringeres Wachstum mangels neuer Projekte

Dschibutis Wirtschaft wächst langsamer: Nach 6,9 Prozent im Jahr 2017 werden es 2018 und 2019 vermutlich nur noch 6,1 beziehungsweise 5 Prozent sein. Unverändert profitiert die Mini-Republik von ihrer strategischen Lage an einer Meerenge zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden. Die Häfen des Landes schlagen mehr als 80 Prozent des äthiopischen Außenhandels um. Der Hafen von Dschibuti-Stadt ist zudem eine beliebte Umlade-Station für Containerschiffe auf der Route zwischen Asien und Europa. Investitionen in den weiteren Hafenausbau nebst großen Gewerbegebieten, in neue Verkehrswege und eine Gaspipeline sorgen für Wachstum. Hinzukommen lukrative Militärpräsenzen ausländischer Staaten.

Veränderungen aber sind in Sicht: So möchte Äthiopien seine Abhängigkeit von Dschibuti reduzieren und hat mit Sudan vereinbart, die dortigen Hafenkapazitäten zugunsten äthiopischer Im- und Exporte zu erhöhen. Das alles wird noch lange dauern, grundsätzlich aber könnte Sudan einmal bis zur Hälfte des äthiopischen Außenhandels abwickeln. Eine weitere Option ist der Hafen Berbera in Somaliland, der von der in Dubai ansässigen DP World professionell gemanagt wird. Und irgendwann wäre auch das kenianische Lamu eine Alternative. Während aktuell die vielen, auf Pump finanzierten Infrastrukturprojekte ein Wachstumsmotor sind, ist ein Ende der Entwicklung abzusehen, wenn das Begonnene fertiggestellt wird.

Immerhin: Die bisherigen Projekte gelten mehrheitlich als volkswirtschaftlich sinnvoll und dürften sich deshalb mittel- bis langfristig auch rechnen, was in Ostafrika längst keine Selbstverständlichkeit ist. Von der prosperierenden Wirtschaft profitieren allerdings nur eine vergleichsweise kleine Elite, die sich ihre Dienste gut bezahlen lässt, sowie ausländische Firmen, welche all die notwendigen Dienst- und Bauleistungen erbringen und die Inputs mitbringen. Zu den Verlierern zählt die einheimische Bevölkerung, die, zynisch gesprochen, mit Almosen und der Droge Khat abgefunden wird.

Politisch gesehen ist Dschibuti stabil: Die Macht im Staate liegt fest in den Händen von Präsident Ismail Omar Guelleh und seiner Familie. Die weitverbreitete Armut und Arbeitslosigkeit gepaart mit allgegenwärtiger Vetternwirtschaft und Korruption birgt derweil sozialen Sprengstoff, der langfristig einmal explodieren könnte. In internationalen Indizes macht Dschibuti eine bessere Figur als die Nachbarn, wie im Ease of Doing Business Ranking: Rang 154 (von 190 Ländern; deutliche Verbesserung gegenüber 2017) und im Korruptionsindex: 123 (von 176).

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Edith Mosebach