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Wirtschaftsausblick Februar 2018 - Ghana

Accra (GTAI) - Ghanas Wirtschaft dürfte in den Jahren 2018 und 2019 recht hohes Wirtschaftswachstum verzeichnen. Der Aufschwung basiert jedoch sehr einseitig auf einer Zunahme der Ölproduktion. In anderen Bereichen wie dem Bausektor oder der verarbeitenden Industrie fehlt es weiter an Schwung. Gleichwohl zählt Ghana zu den größeren deutschen Absatzmärkten in Subsahara-Afrika.

Wirtschaftsentwicklung: Hohe Wachstumsraten täuschen über Stagnation hinweg

Die Prognosen für das Wachstum des ghanaischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) sehen für das Jahr 2018 gut aus. Economist Intelligence Unit (EIU) erwartet eine Rate von 6,6 Prozent. Die Weltbank geht gar von 7,8 Prozent aus und sieht Ghana damit in Subsahara-Afrika als eine der wachstumsstärksten Ökonomien neben Äthiopien und Tansania. Damit dürfte die Periode wirtschaftlichen Trübsals in Ghana zwischen 2014 und 2016 zumindest auf dem Papier beendet sein. Allerdings fußt der Aufschwung recht einseitig auf dem Ölsektor durch die Inbetriebnahme der zwei neuen Ölfelder Tweneboa, Enyenra and Ntomme (TEN) und Sankofa. Für 2019 wird mit 5,9 Prozent von Seiten der EIU wieder ein niedrigeres Wachstum vorhergesagt.

Die Ölprojekte verdecken die immer noch anhaltende Flaute in den meisten anderen Branchen der lokalen Wirtschaft. Hierzu zählen unter anderem der Bergbau, die Landwirtschaft, der Konsumgüterbereich sowie seit jüngerem auch der Bausektor. Dem Staat steht angesichts seiner hohen Verschuldung und rückläufiger Einnahmen aus dem Rohstoffexport zudem wenig Geld für Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung.

Noch keine klare Meinung konnten sich die Unternehmen über die seit Anfang 2017 amtierende neue Regierung unter Präsident Nana Akufo-Addo bilden. In einer Umfrage der Delegation der deutschen Wirtschaft in Ghana (AHK Ghana) beantworteten die deutschen Unternehmen, inwieweit sie Fortschritte im Vergleich zur alten Regierung sehen, ohne klare Tendenz. Eigentlich gilt die Regierungspartei New Patriotic Party (NPP) als wirtschaftsfreundlich. Darunter versteht die Regierung indes zu einem nicht unerheblichen Teil den Schutz lokaler Geschäftsleute, deren eher protektionistisch orientierte Interessen nicht selten mit denen ausländischer Unternehmen kollidieren. Das Thema "local content" wird in einigen Bereichen wie dem Öl- und Gassektor, dem Bergbau oder der Logistikbranche zunehmend wichtig. Das Finden lokaler Partner, Mitarbeiter oder Zulieferer ist nicht immer einfach für ausländische Akteure und mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach