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Wirtschaftsausblick Februar 2018 - Kamerun

Jaunde/Duala (GTAI) - Kameruns Wirtschaft erweist sich als vergleichsweise stabil. Während weite Teile Zentralafrikas unter dem niedrigen Ölpreis leiden, profitiert Kamerun von seiner wirtschaftlichen Diversifizierung. Chancen für Zulieferer bestehen vor allem durch den Konsum auf dem Binnenmarkt und bei Infrastrukturprojekten. Deutsche Firmen investieren nicht in dem Land, exportieren aber in gewissem Umfang und sind in dem schwierigen Markt in der Regel über lokale Partner präsent.

Wirtschaftsentwicklung: Konsumgüter und Bau treiben das Wachstum an

Kameruns Aussichten für die wirtschaftliche Dynamik sind nicht atemberaubend, aber angesichts der flauen Konjunkturlage in der Region Zentralafrika schneidet das Land vergleichsweise gut ab. Im vergangenen Jahr wurde nach vorläufigen Schätzungen ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4 Prozent erreicht. Für 2018 erwartet Economist Intelligence Unit (EIU) eine Zunahme von 4,4 Prozent. Das liegt deutlich über dem durchschnittlichen Wachstum Subsahara-Afrikas, ist jedoch viel zu wenig, um das Land wirtschaftlich entscheidend voran zu bringen.

Internationale Aufmerksamkeit und damit auch wirtschaftliche Dynamik erhofft sich die Regierung durch die Austragung des Mitte 2019 stattfindenden Fußballturniers "African Cup of Nations", vergleichbar mit der Europameisterschaft. Dass ein armes Land mit einem Pro-Kopf-Einkommen von knapp über 1.200 US-Dollar (US$) im Jahr jedoch mehr als 500 Millionen Euro für Fußballstadien ausgibt, wird von den in Kamerun stark präsenten Geberorganisationen hinter vorgehaltener Hand kritisiert. Das Geld hätte man für wichtigere Dinge ausgeben können, so die Argumentation. Seit vielen Jahren zahlen Geber einen Großteil der Infrastrukturkosten, weil Kamerun hierfür das Geld fehlt.

Probleme bereiten der Wirtschaft der hohe Grad an Korruption, der schwierige Zugang zu Kapital sowie derzeit die zunehmende politische Instabilität. Letztere hat weniger mit den Ende 2018 anstehenden Präsidentschaftswahlen zu tun. Die Mehrheit der Beobachter geht davon aus, dass der seit 1982 amtierende Präsident Paul Biya für weitere sieben Jahre kandidieren wird. Vielmehr sind es die zunehmenden innerkamerunischen Spannungen zwischen dem anglofonen und dem frankofonen Teil. Hinzu kommt sozialer Sprengstoff durch die Zuwanderung tausender Flüchtlinge aus den Krisenregionen um den Tschadsee sowie der Zentralafrikanischen Republik.

Kontaktdaten

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Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

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Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
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Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

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Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Tansania
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Repräsentant: Dr. Jennifer Schwarz

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach