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Wirtschaftsausblick - Gambia (Juni 2018)

Banjul (GTAI) - Das wirtschaftliche Klima hat sich in Gambia nach dem Regierungswechsel 2017 spürbar verbessert. Für ausländische Unternehmen dürften die Geschäftschancen insgesamt zunehmen. Von privater Seite fließt reichlich Geld in den Bau von Wohnungen im Großraum Banjul. Internationale Geberorganisationen kündigen eine Geldschwemme für Entwicklungsprojekte an. Gleichwohl hat sich an den armen Verhältnissen der Bevölkerung bislang kaum etwas geändert - das Konsumklima bleibt vorerst schwach ausgeprägt.

Wirtschaftsentwicklung: Zarter Aufschwung nach zehn Jahren Flaute

Nach vielen Jahren schlechter Wirtschaftsentwicklung blickt das westafrikanische Gambia seit dem Jahr 2017 erstmals wieder mit Optimismus in die Zukunft. Economist Intelligence Unit (EIU) erwartet für das Jahr 2018 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,3 Prozent. Für 2018 werden 4,8 Prozent prognostiziert. Für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensverhältnisse des äußerst armen Landes reicht dies bei Weitem nicht aus. Angesichts der wirtschaftlichen Stagnation der letzten Jahre kann man aber von einem zarten Aufschwung sprechen. Dieser dürfte auch deutschen Unternehmen eine zunehmende Anzahl von Geschäftsmöglichkeiten bescheren. Gleichwohl wird deren Umfang begrenzt bleiben, denn Gambia ist mit gerade einmal 2,1 Millionen Einwohnern einer der kleinsten Märkte Subsahara-Afrikas.

Grund für den Aufschwung ist in erster Linie der politische Wechsel, welcher 2017 vollzogen wurde. Nachdem Gesellschaft und Wirtschaft in den letzten zehn Jahren unter dem alten Präsidenten Yahya Jammeh stark kontrolliert und laut lokalen Geschäftsleuten auch verängstigt wurden, herrscht derzeit eine Atmosphäre des Aufatmens. Gleichwohl bleibt die Situation fragil, denn die neue aus acht Parteien bestehende Regierung unter Adama Barrow gilt als schwach. Regierungs-Knowhow ist ebenso ein Problem wie Kapitalmangel. Das Land ist mit circa 130 Prozent des BIP hochverschuldet und muss einen Großteil seines Staatshaushaltes für den Schuldendienst ausgeben.

Gleichwohl gibt es bereits jetzt positive Entwicklungen, die die Wirtschaft des Landes in den kommenden Jahren antreiben dürften. So berichten Landeskenner von deutlich gestiegenen Grundstückspreisen im Großraum Banjul (Banjul, Bakau, Serekunda). Dort investieren Gambier und zunehmend auch Angehörige der großen gambischen Diaspora in den USA und Europa in den Bau von Wohnungen. Verbrieft ist auch das deutlich zunehmende Engagement der internationalen Geberorganisationen. Auf einer Geberkonferenz für Gambia im Mai 2018 in Brüssel wurden insgesamt 1,45 Milliarden Euro an Hilfen in Aussicht gestellt. Darunter befindet sich gleichwohl ein großer Anteil von Krediten, die sich das hochverschuldete Land eigentlich gar nicht leisten kann. Dennoch dürfte es in den nächsten zehn Jahren zu vermehrten Geberprojekten in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft kommen.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach