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Wirtschaftsausblick - Ghana (Juni 2018)

Accra (GTAI) - Nach trüben Jahren kommt Ghanas Wirtschaft wieder in Schwung. Derzeit sind es in beträchtlichem Maße zwei Ölprojekte, die dem Land ein hohes Wirtschaftswachstum bescheren. Gleichwohl ist inzwischen auch in anderen Sektoren eine zunehmende Dynamik zu verzeichnen. Nach Jahren der Stagnation dürften die Absatzchancen auch für deutsche Unternehmen in den nächsten Jahren wieder spürbar zunehmen.

Wirtschaftsentwicklung: Positive Meldungen nehmen zu

Die wirtschaftlichen Aussichten Ghanas haben sich zuletzt deutlich verbessert. Für das Jahr 2018 erwartet Economist Intelligence Unit (EIU) ein hohes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 7,1 Prozent. Damit gehört Ghana zu den am stärksten wachsenden Ökonomien in Afrika. Für die hohe Dynamik sorgen zu einem beträchtlichen Teil der Produktionsbeginn der beiden Ölplattformen Tweneboa, Enyenra, Ntomme (TEN) von Tullow Oil und Sankofa von ENI. Bereits für das Jahr 2019 erwartet EIU wieder ein Abschwächen der Dynamik auf 5,9 Prozent BIP-Wachstum.

Insbesondere die für das Land wichtige Landwirtschaft kommt nicht von der Stelle. Aus anderen Bereichen mehren sich positive Meldungen, wie zum Beispiel aus der schwerpunktmäßig in Accra/Tema angesiedelten Konsumgüterindustrie. Auch der Bausektor hat gut zu tun. Das Geld internationaler Geber fließt weiterhin nach Ghana, vor allem in Infrastrukturprojekte. Die ohnehin schon umfangreiche deutsche Geberhilfe wurde Mitte 2017 noch einmal deutlich angehoben. So wurden im Rahmen des "G20-Compact with Africa" Ghana als einem von drei afrikanischen "Vorzeigeländern" zusätzliche 100 Millionen Euro zugesagt. Für Unternehmen ergeben sich aus geberfinanzierten Aktivitäten, sofern sie einen wirtschaftlichen Bezug aufweisen, immer wieder Geschäftsmöglichkeiten.

Ghana sticht in der instabilen Region Westafrika vor allem durch die politische Stabilität heraus. Diese Stabilität dürfte auch weiterhin Bestand haben und dafür sorgen, dass Unternehmen Ghana als regionalen Einstiegsmarkt nutzen. Zuletzt nahm auch die Präsenz deutscher Unternehmen in Accra leicht zu. Unter anderem wollen Bosch, Thyssenkrupp, Krones und B. Braun ihre Vertriebsbemühungen intensivieren. Die gegenwärtige Regierung unter Präsident Nana Akufo-Addo (New Patriotic Party (NPP)) gibt sich zudem betont wirtschaftsfreundlich. Jedoch sind ihr aufgrund der hohen Staatsverschuldung enge Grenzen gesetzt. Umfassende Investitions- oder Anreizprogramme kann sie sich derzeit nur mit Zuschüssen der Geber leisten.

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Edith Mosebach