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Wirtschaftsausblick Januar 2018 - Liberia

Monrovia (GTAI) - Liberia steht auch nach dem Wahlsieg des neuen Präsidenten George Weah vor schwierigen wirtschaftlichen Zeiten. Da die Eisenerzpreise auf absehbare Zeit niedrig bleiben dürften, bleiben wichtige Investitionen aus. Auch die Devisenverfügbarkeit wird eingeschränkt bleiben, solange das wichtigste Exportgut Eisenerz zu geringen Preisen verkauft werden muss. Wichtig dürfte die Rolle westlicher Geber in dem anglofonen Land bleiben. Deren Aktivitäten bringen auch Geschäftschancen mit sich.

Wirtschaftsentwicklung: Warten auf steigende Eisenerzpreise

Der im Dezember 2017 gewählte neue Präsident und ehemalige Weltfußballer George Weah findet keine günstigen wirtschaftlichen Bedingungen vor. Nachdem Liberia im Jahr 2016 gar eine Rezession verzeichnete, dürfte das wirtschaftliche Wachstum 2017 mit etwa 2,5 Prozent schwach ausgefallen sein. Auch für 2018 fallen die Vorhersagen verhalten aus. Die Economist Intelligence Unit (EIU) prognostiziert ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 3,6 Prozent. Der Hauptgrund für die fehlende Dynamik ist der niedrige Weltmarktpreis für Eisenerz, von dessen Abbau das Land stark abhängt. Die lokalen Minenbetreiber China Union und ArcelorMittal sehen angesichts der geringen Weltmarktnachfrage keine Notwendigkeit, in ihre Minen zu investieren.

Für Weah dürfte es wichtig sein, die guten Beziehungen zu den Gebern aufrechtzuerhalten. Seine Vorgängerin Ellen Johnson Sirleaf war als ehemalige Weltbankmitarbeiterin sehr gut darin, Gebermittel für Liberia locker zu machen. Weah verfügt auf diesem Gebiet über weniger Erfahrungen. Er dürfte aber aufgrund des erstmals in Liberia erfolgten geordneten Regierungswechsels auf unterstützungswillige Partner treffen. Diese engagieren sich vornehmlich beim Aufbau der Infrastruktur, in der Landwirtschaft und nach dem Ausbruch der Ebola-Seuche 2014 auch im Gesundheitssektor.

Andere Sektoren, die Potenzial für wirtschaftliche Aktivitäten bergen, sind rar. Die Landwirtschaft ist beispielsweise nicht in der Lage, die eigene Bevölkerung zu versorgen. Große Mengen an Reis müssen eingeführt werden. Investiert wird nicht - es gibt noch nicht einmal eine Hühnerfarm für den Großraum Monrovia. Gründe dafür sind unter anderem ungeklärtes Landrecht, schlechte Straßenverbindungen und ein Mangel an professionellen Landwirten im Land. Der Bausektor dümpelt ebenfalls vor sich hin, weil das Geld für Projekte fehlt. Weil aufgrund der vormals mangelnden politischen Stabilität auch der Planungshorizont der verbliebenen Investoren sehr gering war, wurde bei allem, was gebaut wurde, auf die Kosten geschaut. Hinzu kommt, dass der große Staatsapparat für Firmen, die "compliant" bleiben wollen, als Kunde problematisch ist. Lokale Geschäftsvertreter berichten, dass viele staatliche Stellen nicht an "normalen" Deals interessiert sind.

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Edith Mosebach