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Wirtschaftsausblick Januar 2018 - Malawi

Nairobi (GTAI) - Malawi hat vermutlich das niedrigste Pro-Kopf-Einkommen der Welt und eine politische Elite, die sich vornehmlich dem Eigenwohl verpflichtet fühlt. Solange sie es dabei nicht allzu sehr übertreibt, bleibt ihr die internationale Gebergemeinschaft wohlgesonnen. Nachhaltig ändern wird sich so wohl nichts. Für die deutsche Außenwirtschaft ist Malawi ein nennenswerter Tabaklieferant - mehr nicht.

Wirtschaftsentwicklung: Elite und Entwicklungsorganisationen haben sich arrangiert

Nach einer guten Ernte konnte Malawi 2017 ein Wirtschaftswachstum von etwa 4,4 Prozent verbuchen. Wenn das Klima mitspielt, kann auch in den Folgejahren mit vergleichbaren Zuwächsen gerechnet werden. Doch auch die Politik kann jederzeit solche Prognosen zunichtemachen: So liegt es in ihrer Hand, den Zugang zu Finanzierungen zu ermöglichen. Im Bergbau profitieren Kohlegruben von höheren Weltmarktpreisen und können ihren Output nach einer Talfahrt wieder stabilisieren. Ob die Produktion der einzigen malawischen Uranmine bald wieder aufgenommen werden kann, bleibt derweil fraglich. Zwar sind die internationalen Uranpreise wieder gestiegen, vermutlich aber nicht hoch genug für die teure Förderung in Malawi.

Eine entscheidende Determinante des malawischen Wirtschaftswachstums ist der Zufluss von Fördermitteln. Aktuell sind die Beziehungen zur internationalen Gebergemeinschaft nach den Krisenjahren 2013 bis 2016 wieder einmal gut. Mittel fließen deshalb kräftig und begünstigen Infrastrukturvorhaben. Zynisch betrachtet ist es immer das Gleiche: Wenn es die Regierung mit Misswirtschaft und Korruption übertreibt, dreht die Gemeinschaft den Geldhahn zu. Die Regierung gelobt dann Besserung, verspricht Reformen und der Geldhahn wird wieder aufgedreht. Weil Malawi weltweit zu den Ärmsten der Armen gehört, kann es sich die Gebergemeinschaft im Hinblick auf die öffentliche Meinung in ihren eigenen Ländern schlichtweg nicht erlauben, allzu hart und konsequent zu sein - was die malawische Elite sehr wohl weiß.

Wirklich ändern wird sich so nichts: Der Elite geht es gut, den Vertretern der Entwicklungsindustrie auch und das Gros der Bevölkerung bleibt ein Dauerpatient am internationalen Geldtropf. In verschiedenen internationalen Indizes macht Malawi keine gute Figur: Zum Beispiel im Global Competitive Index 2017 bis 2018 mit Rang 132 (unter 137 Ländern). Und der Kreditversicherer Coface gibt das Länder- und Geschäftsrisiko mit "sehr hoch" an (schlechteste Kategorie und damit nicht versicherbar).

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www.gtai.de
Edith Mosebach