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Wirtschaftsausblick Januar 2018 - Sierra Leone

Freetown (GTAI) - Sierra Leone durchlebt nach der Ebola-Krise 2014 eine Phase wirtschaftlicher Stabilität. Das Land verzeichnet moderate Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von rund fünf Prozent. Investitionen erfolgen nur in wenigen Bereichen. Für deutsche Zulieferer sind Projekte im Infrastrukturbereich sowie im Bergbau interessant. Auch Konsumgüter müssen in großem Umfang importiert werden.

Wirtschaftsentwicklung: Politische Stabilität bleibt vorerst Priorität

Sierra Leones Wirtschaft durchläuft eine Phase mäßigen Wirtschaftswachstums. Nach einem geschätzten Wachstum des BIP von 5,7 Prozent im Jahr 2017 werden für das Jahr 2018 etwa 4,9 Prozent prognostiziert. Für ein von großer Armut und Arbeitslosigkeit geprägtes Land wie Sierra Leone ist dies zu wenig, um spürbar voranzukommen. Gleichwohl löst die mittelprächtige Dynamik der Wirtschaft auch keine drastische Verschärfung der sozialen Verhältnisse aus. Die politische Stabilität, hier sind sich Beobachter einig, dürfte also weiter fortbestehen.

Dies ist schon eine gute Nachricht für das in der jüngsten Vergangenheit krisengeschüttelte westafrikanische Land. Von 1991 bis 2002 tobte in Sierra Leone ein Bürgerkrieg und im Jahr 2014 erschütterte die Ebola-Epidemie das Land. Auch die im März 2018 anstehenden Wahlen dürften nach Einschätzung von Beobachtern die Stabilität nicht ernsthaft gefährden. Kandidat Samura Kamara, derzeit Außenminister unter Präsident Ernest Bai Koroma, gilt als Favorit der Wahl. Koroma selbst wird bei der nächsten Wahl nicht mehr antreten.

Entscheidend für die Entwicklung der sierra leonischen Wirtschaft dürfte unter anderem die Entwicklung der Nachfrage für Eisenerz auf dem Weltmarkt sein. Nachdem das Erz Ende 2015 einen Tiefstand von knapp über 40 US-Dollar (US$) je Tonne erreicht hatte, konnte sich der Weltmarktpreis für Eisenerz seitdem wieder etwas erholen und liegt Anfang 2018 bei knapp über 70 US$ je Tonne. Obwohl das hohe Preisniveau von um die 180 US$ je Tonne im Jahr 2011 noch weit entfernt liegt, scheint insbesondere China weiter am Aufkauf von Eisenerz in großem Umfang interessiert, weshalb der chinesische Betreiber der Tonkolili-Mine den Ausbau plant. Auch im Diamantenbergbau zeichnet sich mit mehreren Investitionsvorhaben ein Aufschwung ab, der für zusätzliche Devisen sorgen könnte.

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Edith Mosebach