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Wirtschaftsausblick Juli 2017 - Sambia

Johannesburg (GTAI) - Sambias Wirtschaft verliert gegenüber früheren Jahren an Schwung. Die Regierung muss ihre Prioritäten auf die Konsolidierung des Staatshaushaltes lenken, um die überbordende Verschuldung einzudämmen. Im Rahmen eines nationalen Entwicklungsplans sollen dennoch große Infrastrukturvorhaben realisiert werden, insbesondere im Schienensektor. Reformen auf dem Strommarkt dürften zudem neue Energieprojekte anstoßen. Den Abbau von Subventionen werden auch die Verbraucher zu spüren bekommen.

Wirtschaftsentwicklung: Sambia kehrt auf moderaten Wachstumspfad zurück

Die sambische Wirtschaft dürfte 2017 real um 3,8% zulegen. Für 2017 bis 2021 erwartet Economist Intelligence Unit (EIU) ein jährliches durchschnittliches Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,7%. Damit gewinnt Sambia wieder leicht an Dynamik, fällt aber aus der Riege der wachstumsstärksten Volkswirtschaften auf dem afrikanischen Kontinent heraus: 2000 bis 2014 wurde pro Jahr noch eine durchschnittliche BIP-Steigerung von 7,0% erzielt.

Mit dem 2016 aufgelegten Programm "Zambia Plus" stellt die Regierung für die kommenden Jahre die Weichen für eine dringend erforderliche Haushaltskonsolidierung. Die fiskalische Situation hat sich seit der Amtsübernahme der Regierungspartei Patriotic Front (PF) 2011 kontinuierlich verschlechtert. Diese hatte sich durch eine Vielzahl von Kreditaufnahmen, wie etwa den drei seit 2012 platzierten Eurobonds mit einem Gesamtwert von 3 Mrd. US$, übernommen. Die Nettoverschuldung schnellte von 28,3% (2012) des BIP auf 58,5% (2016). Das Haushaltsdefizit erreichte 2016 einen Wert von 10% des BIP.

Mit "Zambia Plus" könnte der Fehlbetrag EIU zufolge bis 2020 auf 4,9% reduziert werden. Derzeit laufen Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über ein Unterstützungsprogramm. Die Verhandlungen sollen im 2. Halbjahr 2017 abgeschlossen werden. Zusätzliche Liquidität wird dringend benötigt, um die ausstehenden Verbindlichkeiten gegenüber inländischen, öffentlichen Auftragnehmern zu begleichen. Über die vergangenen Jahre hat sich ein Zahlungsrückstau von etwa 1,8 Mrd. $ aufgetürmt. Zahlreiche ausführende Unternehmen, zum Beispiel von Infrastrukturprojekten im Straßenbau, müssen auf ihre Gelder warten. Die Umsetzung neuer Vorhaben wird durch die Zahlungsverzögerungen behindert.

Für Wachstumsimpulse sorgt eine steigende Produktion im Kupferbergbau. Die Chamber of Mines erwartet für 2017 ein Rekordergebnis von 800.000 t (2016: 770.600 t). Positive Auswirkungen hat auch die Stabilisierung der Stromversorgung. Sambia ist zu über 90% von Wasserkraft abhängig. Da aufgrund einer schweren Dürre die Pegel in Dämmen sehr stark gefallen waren, kam es 2015/16 zu häufigen Stromausfällen von bis zu zwölf Stunden am Tag. Einem Spitzenlastbedarf von 1.950 MW stand zeitweise nur ein Erzeugungspotenzial von 1.100 MW gegenüber. In Minen und privaten Betrieben gab es Produktionsausfälle. Dank guter Regenfälle im bisherigen Verlauf des Jahres 2017 hat sich die Situation entspannt, die Stromversorgung der großen Kupferminen ist dadurch wieder gesichert.

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Repräsentant: Johannes Kurt
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Delegierter: Dr. Marc Lucassen

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Edith Mosebach