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Wirtschaftsausblick - Kenia (November 2018)

Nairobi (GTAI) - Ansehnliche Wachstumsraten in Kenia suggerieren Erfolge, sind aber auf Pump gekauft und bringen kaum Beschäftigung. Das Länderrisiko nimmt derweil zu.

Wirtschaftsentwicklung: Milliarden-Rückzahlungen für Kredite

Für 2018 und 2019 erwartet die britische Economist Intelligence Unit (EIU) ein BIP-Wachstum von jeweils 5,8 Prozent. Hintergrund sind gute Regenfälle und eine steigende Verbrauchernachfrage. Eine zunehmende Verstädterung und Infrastrukturinvestitionen begünstigen die Entwicklung. Doch gibt es für die kenianische Volkswirtschaft auch Risiken und Gefahren: So ist ein Großteil des Aufschwungs durch kommerzielle Kredite teuer erkauft. Bis Ende 2019 werden die Auslandsschulden auf 39,3 Milliarden US-Dollar (US$) steigen und bis 2020 auf 44,4 Milliarden US$ - doppelt so viel wie noch 2016.

Im nächsten Jahr muss Kenia 3,1 Milliarden US$ für fällige Rückzahlungen und Zinsen aufbringen, was nur durch neue und noch höhere Schulden möglich ist. Ein Teil des Wirtschaftswachstums geht zudem auf das Konto eines ungebremsten Bevölkerungswachstums. Mehr als eine Million Menschen verlassen jährlich Schulen und Universitäten - Chancen auf einen formalen Job hat nur jeder Zehnte. Mehr als die Hälfte der Kenianer würde gerne nach Europa oder Nordamerika auswandern.

Neue Arbeitsplätze zu schaffen ist derweil leichter gesagt als getan. Der Landwirtschaft fehlen neue fruchtbare Flächen, wertvolles Ackerland fällt dem Wohnungsbau zum Opfer. Die Industrie schwächelt, weil sie angesichts hoher Kosten und aufgrund bürokratischer Hürden gegenüber Billigimporten kaum mehr wettbewerbsfähig ist. Facharbeiter fehlen, Investoren bleiben fern. Mit Importgeschäften lässt sich mehr Geld verdienen als mit einer Produktion. Und ob die von China angestrebten speziellen Industriezonen eines Tages den Durchbruch bringen, bleibt noch abzuwarten. Für die private US-amerikanische Denkfabrik "Fund for Peace" gehört Kenia mittlerweile zu den Ländern, bei denen die akute Gefahr besteht, sich in einen gescheiterten Staat zu entwickeln.

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Edith Mosebach