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Wirtschaftsausblick - Komoren (Juli 2018)

Nairobi (GTAI) - Der komorischen Elite geht es gut: Frankreich und erfolgreiche Exil-Komorer finanzieren den Staat. Der Anreiz für Reformen und Veränderungen ist damit gering, ebenso wie das wirtschaftliche Potenzial des Ministaates: Die landwirtschaftlich nutzbare Fläche ist klein und Know-how oder Facharbeiter sind Fehlanzeige. Wenn überhaupt, könnten Auslandskomorer etwas bewegen - wenn die Elite ausreichende Rahmenbedingen zuließe.

Wirtschaftsentwicklung: Politische Apathie bremst den Fortschritt

Das komorische Wirtschaftswachstum wird sich 2018 und 2019 etwas beschleunigen, was der Landwirtschaft zu verdanken ist, die wieder mehr Cash-Crops produzieren dürfte. Verschiedene Infrastrukturprojekte kommen der Wirtschaft ebenfalls zugute. Zu nennen sind hier Straßenprojekte, neue Telekommunikationseinrichtungen und eine verbesserte Stromversorgung - letzteres finanziert von der Afrikanischen Entwicklungsbank. Nutznießer sind vor allem die (marginale) Industrie und die Dienstleistungssektoren, darunter der Tourismus.

Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die komorische Volkswirtschaft die kleinste Afrikas und es steht zu befürchten, dass sie nicht aus dem Teufelskreis weit verbreiteter Apathie und zu hoher Geburtenraten wird ausbrechen können. Amtierender Präsident ist seit Mai 2016 Oberst Azali Assoumani, der sich auf ein Sammelsurium von Kleinstparteien stützt, die er vor jeder parlamentarischen Abstimmung auf Linie bringen muss. Seine eigene Partei, die "Konvention für die Erneuerung der Komoren" (CRC), hält lediglich zwei von insgesamt 24 Parlamentssitzen.

Potenzieller politischer Sprengstoff birgt ein Vorstoß der CRC, die Verfassung zu ändern und die automatische Rotation der Präsidentschaft zwischen den drei Hauptinseln abzuschaffen sowie die präsidiale Legislaturperiode von fünf auf sieben Jahre zu verlängern. Beobachter glauben, dass es Assoumani dennoch gelingen wird, sich bis zum Ende der Legislaturperiode zu halten. Dabei dürfte er sich seinen Machterhalt durch die Vergabe von Posten teuer erkaufen müssen. In der Folge geben die Komoren etwa 70 bis 80 Prozent ihrer Steuereinnahmen für die Gehälter von Staatsbediensteten aus. Die großen sozialen und wirtschaftlichen Probleme des Landes können so nicht gelöst werden: Die Wirtschaft bleibt schwach, die Arbeitslosigkeit hoch, die Nahrungsmittelversorgung nicht gesichert und die Stromversorgung erratisch.

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Edith Mosebach