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Wirtschaftsausblick November 2017 - Kenia

Nairobi (GTAI) - Kenia hat seinen unschönen Wahlkampf erst einmal abgehakt und blickt wieder nach vorne. Die Konjunktur erfreut sich unverändert einer schnell wachsenden Bevölkerung und kreditfinanzierter Infrastrukturprojekte. Die großen Herausforderungen wie Arbeitslosigkeit und hohe Nahrungsmittelpreise aber bekommt das Land nicht in den Griff. Für deutsche Firmen ist vor allem die Nachfrage einer wachsenden Mittel- und Oberschicht interessant.

Wirtschaftsentwicklung: Wachstum auf Kredit

Kenia segelt in politisch rauem Fahrwasser. Die Präsidentschaftswahlen am 8. August 2017 waren vom Obersten Gerichtshof wegen Unregelmäßigkeiten für ungültig erklärt worden, die Wiederholung gewann Amtsinhaber Uhuru Kenyatta. Die Wahlbeteiligung sank derweil von 79 Prozent auf 38 Prozent, weil der Oppositionskandidat die Wahl boykottiert hatte. Politisch ist das Land gespaltener denn je, keiner der beiden Kandidaten versteht sich auf Gesten der Versöhnung.

Der ökonomische Schaden dürfte derweil kleiner ausfallen, als zunächst befürchtet. Zwar haben sich Konsumenten und Bauherren wegen der zahlreichen politischen Proteste zurückgehalten, diese dürften aber in den nächsten Monaten deutlich zurückgehen und der Übergang zum "business as usual" gelingen. Die Wirtschaft wird deshalb 2018 wieder von einer starken Nachfrage nach Konsumgütern und Dienstleistungen, dem fortgesetzten Bau von Infrastrukturen, namentlich der Eisenbahn, und einer positiven Weltwirtschaft getragen.

Unsicherheiten bleiben allerdings bestehen: Die politischen Spannungen sind hoch, Terrorismus ist eine unbekannte Größe und mit Dürreperioden muss jederzeit gerechnet werden. Potenzielle Stolpersteine sind auch die umstrittene Politik gedeckelter Kreditzinsen, was in der Praxis zu einer niedrigeren Kreditvergabe führt, sowie Handelsstreitigkeiten mit Tansania. Unter dem Strich dürfte Kenia mit einem antizipierten Wachstum von 5 Prozent dennoch deutlich besser dastehen als viele andere Staaten südlich der Sahara: Befriedigen kann das dennoch nicht, weil das Wachstum mit rapide steigenden Schulden und einem hohen Bevölkerungswachstum erkauft wird.

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Edith Mosebach