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Wirtschaftsausblick November 2017 - Tansania

Nairobi (GTAI) - Die tansanische Politik zeigt sich sprunghaft und unberechenbar und verschreckt so vor allem Investoren im Bergbausektor. Im Transit- und Tourismusgeschäft profitiert Tansania dagegen von den politischen Spannungen in Kenia, während fortgesetzte Investitionen in den Energiesektor einer ressourcenbasierten Industrieproduktion zugutekommen. Ein Hafenausbau stützt die Bauindustrie und eine neue Mega-Pipeline für Rohöl sorgt für Geschäftsfantasien.

Wirtschaftsentwicklung: Privater Konsum gleicht aus, wo die Politik versagt

Das tansanische Wirtschaftswachstum wird sich in den nächsten beiden Jahren auf 5,5 beziehungsweise 5,2 Prozent verlangsamen. Hintergrund sind geringere ausländische Direktinvestitionen angesichts einer planlosen Wirtschaftspolitik. Darunter leidet das Geschäftsklima und vor allem das Wachstum im Bergbausektor. Der Staat will einen höheren Anteil am Rohstoffkuchen, was für die Bergbaufirmen höhere Kosten bedeutet, während gleichzeitig die internationale Rohstoffnachfrage gedrückt ist.

Die Unternehmen werden wohl an Investitionsplänen festhalten, diese aber womöglich strecken und/oder reduzieren. Gleichzeitig floriert aber der private Konsum, zumindest 2017, und führt so zu einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes (BIP), der über dem afrikanischen Durchschnitt liegt. Der Dienstleistungssektor ist weiterhin auf Expansionskurs, getrieben von Finanzdiensten und dem Tourismus, und stellt mittlerweile die Hälfte des BIP.

Auch eine ressourcenbasierte Industrieproduktion ist auf dem Vormarsch und profitiert von billigeren Krediten, einer zuverlässigeren Stromversorgung und neuen Sonderwirtschaftszonen mit günstigeren Steuern. Hafenprojekte stützen derweil die Bauindustrie, verbessern die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Kenia und sollten mittel- bis langfristig die lukrativen Transittransporte nach Uganda, Burundi und Ruanda ankurbeln. Großprojekte verzögern sich derweil häufig, entweder weil das Geld ausgeht oder sich die Regierung nicht entscheiden kann. Solche Zeitüberschreitungen haben einen direkten negativen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum.

Der Staatspräsident John Magufuli hat sich ferner eine ehrgeizige Industrialisierung des Landes auf die Fahne geschrieben, um so dringend benötigte neue Arbeitsplätze zu schaffen. Der Privatsektor soll dabei die führende Rolle übernehmen, während der Staat bürokratische Hürden abbauen will. Die Realität ist leider eine andere: Steuern werden über Nacht angehoben, Vorschriften sprunghaft und wenig nachvollziehbar verändert, ohne den Privatsektor vorher zu konsultieren. Damit gibt es für Firmen keine Planungssicherheit und ein sich verschlechterndes Geschäftsumfeld. Im letzten Doing Business Index der Weltbank verschlechterte sich Tansania um fünf Plätze auf Rang 137 (von 187 Ländern), während sich die Nachbarn Ruanda und Kenia auf Rang 41 beziehungsweise 80 verbessern konnten.

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Edith Mosebach