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Wirtschaftsausblick - Ruanda (Juni 2018)

Nairobi (GTAI) - Ruanda ist wirtschaftspolitisch auf dem richtigen Weg. Das Potenzial des winzigen Binnenlandes aber ist gering und die Abhängigkeit von unzureichenden und teuren Transportwegen durch Kenia und Tansania ist hoch. Noch immer leben zwei Drittel der Bevölkerung in bitterer Armut. Ein verstärktes Engagement deutscher Firmen wäre wünschenswert, die Geschäftschancen aber sind zugegebenermaßen gering.

Wirtschaftsentwicklung: Gesundes Wirtschaftswachstum trotz restriktiver staatlicher Ausgabenpolitik

Ruanda kann 2018 und 2019 mit einem auf 6,8 Prozent beziehungsweise 7,3 Prozent steigenden Bruttoinlandsprodukt rechnen, prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF). Das ist deutlich mehr als in anderen Staaten südlich der Sahara. Zu der positiven Entwicklung tragen eine sich gut entwickelnde Landwirtschaft sowie Entwicklungshilfeprojekte bei. Die Industrie freut sich über größere Infrastrukturvorhaben wie den neuen Flughafen und Investitionen in die Stromversorgung.

Eine "Made-in-Ruanda-Initiative" ist auf dem richtigen Weg. Aushängeschild ist nicht zuletzt eine Kfz-Montage von Volkswagen, die in der zweiten Jahreshälfte 2018 anlaufen soll. Der Bergbau wird von besseren Weltmarktpreisen begünstigt und sollte angesichts neuer Lizenzen weiter auf Wachstumskurs bleiben. Angesichts dieser ermutigenden Trends bleibt die öffentliche Hand auf ihrem finanziellen Konsolidierungskurs, ein im ostafrikanischen Kontext vorbildliches Verhalten.

Dies alles kann allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass Ruanda als kleines Binnenland in hohem Maße abhängig bleibt: Nahezu der gesamte Außenhandel geht über unzureichende und teure Transferrouten in Kenia und Tansania. Der Nachschub wichtiger Inputs ist mitunter chaotisch, wozu auch immer noch die Stromversorgung zählt, während die Landwirtschaft zu stark von den Wetterverhältnissen abhängig bleibt.

In den meisten internationalen Indizes macht Ruanda eine ausgesprochen gute Figur. Im letzten Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International ist Ruanda mit Platz 48 (von 180 Ländern) eine afrikanische Ausnahmeerscheinung. Gleiches gilt für das "Ease of Doing Business Ranking" der Weltbank, im dem Ruanda mit Platz 41 glänzt (von 190 Ländern).

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Edith Mosebach