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Wirtschaftsausblick - Simbabwe (Mai 2018)

Johannesburg (GTAI) - In Simbabwe stehen die Zeichen auf Aufbruch. Die neue Regierung um Staatspräsident Emmerson Mnangagwa will die Rahmenbedingungen für ausländische Investoren verbessern. Die wirtschaftliche Gesundung des von einer langen Krise geplagten Landes dürfte jedoch viele Jahre dauern. Zunächst muss die Regierung neue Beziehungen zu internationalen Geldgebern aufbauen und den Devisenmangel bekämpfen. Von entscheidender Bedeutung ist ein freier und fairer Ablauf der Wahlen am 30. Juli 2018.

Wirtschaftsentwicklung: Wachstumszahlen ziehen deutlich an

Die Wirtschaft Simbabwes dürfte nach Prognose der Economist Intelligence Unit (EIU) 2018 um 3,8 Prozent wachsen. Auch für die kommenden Jahre gehen Beobachter von einem nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung aus. EIU rechnet für den Zeitraum 2018 bis 2022 mit einer durchschnittlichen Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,8 Prozent pro Jahr.

Der Optimismus begründet sich im politischen Wandel des Landes. Nachdem Langzeitregent Robert Mugabe im November 2017 auf Druck des Militärs zurücktreten musste, zeichnet sich eine deutliche wirtschaftliche Öffnung ab. Das Mantra des neuen Staatspräsidenten lautet: "Zimbabwe is open for business." Mit Reformen sollen dringend benötigte Investitionen in das heruntergewirtschaftete Land gelenkt werden. Ein erster wichtiger Schritt ist der Kurswechsel bei der unter Mugabe betriebenen Indigenisierungspolitik, wonach ausländische Investoren mindestens 51 Prozent ihrer Anteile an lokale Partner abgeben müssen. Fortan gelten diese Anforderungen nur noch für den Platin- und Diamantenbergbau.

Der Handlungsspielraum der Regierung für den wirtschaftlichen Wiederaufbau ist aber beschränkt. Im Jahr 2017 lag das Haushaltsdefizit bei 9,8 Prozent, rund 90 Prozent der Staatseinnahmen wurden von den Löhnen für die öffentlich Bediensteten verschlungen. Simbabwe benötigt dringend Zugang zu frischen Geldern, ist nach langer Isolation während der Ära Mugabe von den internationalen Finanzströmen jedoch weitgehend abgeschnitten.

Neue Kredite internationaler Geber wird es erst nach Erfüllung bestimmter Kriterien geben. Dringend erforderlich ist eine Vereinbarung zur Begleichung von Zahlungsrückständen. Simbabwe steht bei Weltbank und Afrikanischer Entwicklungsbank mit 1,8 Milliarden US-Dollar (US$) in der Kreide. Weitere 4 Milliarden US$ werden dem Pariser Club geschuldet. Insgesamt dürfte die Auslandsverschuldung bei rund 11 Milliarden US$ (rund 63 Prozent des BIP) liegen.

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Edith Mosebach