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Wirtschaftsstruktur - Côte d'Ivoire

Abidjan (GTAI) - Côte d'Ivoire verfügt im westafrikanischen Vergleich über eine breit aufgestellte Wirtschaft. Hierzu zählt die Landwirtschaft, die bei einigen Produkten wie Kakao oder Cashewnüssen über eine globale Bedeutung verfügt. Ebenfalls signifikant sind die Bauwirtschaft sowie Nahrungsmittelindustrie, beide angesiedelt im Großraum Abidjan. In der 4,7-Millionen-Metropole werden sowohl die politischen als auch die meisten wirtschaftlichen Entscheidungen getroffen.

Sektoren: Die Landwirtschaft prägt das Land

Côte d'Ivoire wurde von den Franzosen bereits während der bis 1960 andauernden Kolonialzeit zu einem landwirtschaftlichen Zentrum in Westafrika ausgebaut. Die Ernte war fast ausschließlich für den Export bestimmt. Inzwischen spielt zunehmend der lokale beziehungsweise regionale Bedarf eine Rolle. Abidjan hat sich insbesondere in der Nachkolonialzeit zum Industrie- und Dienstleistungszentrum des Landes entwickelt. Der bis zum Jahr 2011 andauernde Bürgerkrieg brachte Vieles zum Erliegen. Inzwischen jedoch gewinnt Abidjan wieder an Bedeutung. Neben Dakar in Senegal ist die Stadt traditionell der regionale Hub für das frankofone Westafrika. Dort angesiedelt sind zahlreiche Konsumgüterproduzenten, Handelsgesellschaften, Baufirmen und Finanzinstitute. Tausende Franzosen prägen dort immer noch das Wirtschaftsleben. Obwohl seit 1983 Yamoussoukro die Hauptstadt ist, befinden sich nahezu sämtliche Regierungsinstitutionen nach wie vor in Abidjan. Noch recht neu ist in Côte d'Ivoire der Bergbau und die Öl- und Gasindustrie. Beide Bereiche dürften aufgrund der interessanten Lagerstätten an Bedeutung gewinnen.

Côte d'Ivoire verfügt über eine auch überregional signifikante Landwirtschaft. Bei etlichen Cash-Crops wie Kakao, Kautschuk, Cashewnüssen oder Palmöl zählt das Land zu den größten Produzenten Afrikas oder gar der Welt. Zunehmend wird für den lokalen beziehungsweise regionalen Bedarf produziert. Seitens der Bevölkerung wird neben Palmöl und Zuckerrohr vor allem Mais, Reis, Kassava, Tomaten und Geflügelfleisch nachgefragt. In Abidjan, wo der überwiegende Teil der ivorischen Mittel- und Oberschicht lebt, kommt eine hohe Nachfrage nach frischem Obst und Gemüse und Fleischwaren hinzu. Die Regierung legt seit einigen Jahren großen Wert auf die lokale Weiterverarbeitung der Agrarrohstoffe. Für Kakao, Reis und andere Rohstoffe werden daher zunehmend Mühlen installiert. Bedeutend für ganz Westafrika ist auch die Nahrungsmittelindustrie im Großraum Abidjan. Dort produzieren etliche Hersteller Getränke, Backwaren oder Süßwaren. Unter anderem sind Nestlé, Heineken und die französische Castel mit Fabriken vor Ort.

INFRASTRUKTUR/BAU

Sämtliche Bauunternehmen haben ihren Hauptsitz in Abidjan. Dort werden die Aufträge sowohl seitens der öffentlichen Stellen als auch seitens privater Investoren vergeben. Auch finden die meisten Baumaßnahmen in Abidjan statt. Es dominieren größere französische Bauunternehmen wie Bouygues, Colas, Sogea-Satom oder Razel-Bec. Neue Player kamen in den letzten Jahren aus China, Marokko oder Ägypten ins Land, welche ihren Markteintritt in der Regel im Rahmen von Geberprojekten durchführten. China, Marokko und die arabische Welt finanzieren zahlreiche Infrastrukturprojekte und beauftragen dann mit dem Bau Unternehmen aus der eigenen Region. Ob diese Unternehmen dauerhaft in Côte d'Ivoire Fuß fassen werden, ist noch offen. Seit Jahren wächst die Bauwirtschaft Côte d'Ivoires signifikant an. Der Auftragseingang ist nach den trüben Jahren der politischen Instabilität nun umso höher. Es ist insbesondere im Infrastrukturbereich ein Investitionsstau angewachsen. Vor allem im Straßen- und Brückenbau besteht großer Nachholbedarf. Zudem werden Kraftwerke errichtet und die Wasserversorgungsinfrastruktur modernisiert.

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Edith Mosebach