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Wirtschaftsstruktur und -chancen - Ghana

Accra (GTAI) - Ghana ist für deutsche Unternehmen einer der am besten zugänglichen Absatzmärkte in Subsahara-Afrika. Gleichwohl ist das Lieferpotenzial im globalen Kontext begrenzt. In der Regel suchen sich Anbieter von Investitions- oder Konsumgütern im Großraum Accra/Tema einen lokalen Handelsvertreter oder betreiben dort selber ein Verkaufsbüro. Chancen bestehen auch bei Beratungsdienstleistungen in verschiedenen Bereichen. Größere Investitionen von deutscher Seite bleiben bislang weitgehend aus.

Ghana im globalen und regionalen Kontext

Ghana zählt innerhalb Subsahara-Afrikas zu den am besten zugänglichen Märkten. Dies schlägt sich auch im Liefervolumen aus deutscher Sicht nieder. Südafrika und Nigeria stechen als Abnehmer unter den 46 Staaten Subsahara-Afrikas deutlich heraus. Dahinter folgen Staaten wie Kenia, Angola, Äthiopien und auch Ghana in etwa auf Augenhöhe. Hingegen spielt Ghanas Wirtschaft im globalen Kontext keine wichtige Rolle. Dafür ist der Markt mit seinen knapp 29 Millionen Einwohnern bei gleichzeitig niedrigem Pro-Kopf-Einkommen zu klein. Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) lag das Pro-Kopf-Einkommen 2016 bei 1.569 US-Dollar (US$).

Vorteilhaft für Geschäfte ist die politische Stabilität in dem westafrikanischen Land. Gerade für deutsche Unternehmen ein Pluspunkt ist, dass in Ghana Englisch gesprochen wird. Im frankofonen Afrika hingegen tun sich deutsche Unternehmen aufgrund der zunehmend fehlenden Französischkenntnisse schwer. Ghana gilt daher als "Afrika für Einsteiger". Auch wird Ghana aufgrund seines bis vor wenigen Jahren sehr hohen Wirtschaftswachstums zu den sogenannten "African Lions" gezählt, also zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Staaten des Kontinents. Gleichwohl erhielt dieses positive Image durch seit 2014 nachlassendes Wirtschaftswachstum gepaart mit einer unsoliden Ausgabenpolitik unter der Vorgängerregierung und zunehmender Korruption diverse Kratzer. Dennoch sind die in Ghana zahlreich ansässigen Geber nach wie vor gewillt, das Land in Zeiten zunehmender Migrationsströme sowie terroristischer Anschläge in der Region Westafrika massiv zu unterstützen.

Innerhalb der Region Westafrikas ist Ghana nach Nigeria und Côte d'Ivoire der derzeit drittgrößte Markt. Von dort aus die Region zu bearbeiten, erweist sich jedoch in den meisten Sektoren als unrealistisch. Das anglofone Ghana ist von frankofonen Ländern umzingelt, welche über die einheitliche und an den Euro gekoppelte Währung Franc CFA sowie einheitliche Rechts- und Steuersysteme verfügen. Ghana ist von der frankofonen Zone recht isoliert und auch die Handelsströme über die Grenzen nach Côte d'Ivoire, Burkina Faso und Togo sind sehr beschränkt.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach